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Dienstag, 30. Juni 2015

3 Gründe, warum effizientes Prioritäten-Setzen wahrhaftig Wunder wirkt

(Anmerkung: Dieser Text ist anfang Juni in einem meiner Folgemails der kostenlosen Email-Reihe “Wie Sie in 5 Schritten Ihr "Bewusst werden" nutzen, um besser mit Druck umzugehen und sich automatisch abzugrenzen" erschienen. Ich hatte eine wunderbare Resonanz darauf, und deshalb beschlossen, ihn zu veröffentlichen, sowie einen Folgetext, den Sie in einigen Tagen hier lesen können.)

http://www.frauen-im-business.ch/business-formel/

Vielleicht haben Sie es mitgekriegt, dass ich mir Ende April durch einen Sturz vom Bike eine mittelschwere Hirnerschütterung zugezogen habe. Durch diesen Unfall durften mir schon einige „Benefits“ klar werden. Und einen teile ich jetzt mit Ihnen, exklusiv.

Auch ich bin seit fast 10 Jahren (selbständig) im Business tätig und kann zum Thema „Prioritäten setzen“ nicht nur als Businesstrainerin Tipps geben, sondern auch aus dem eigenen “Nähkästchen” plaudern. Einigen von Ihnen habe ich sogar schon in Coaching-Sitzungen oder in Kursen Tipps zum effizienten Zeitmanagement gegeben, welche Sie auch erfolgreich umgesetzt haben.

Können Sie sich vorstellen, dass sich “Dank” meinem Unfall meine Erfahrung in Bezug “effizientes Zeitmanagement” komplett verändert hat? Können Sie sich vorstellen, dass ich nun sogar beschlossen habe, diese neue Erfahrung - wenn ich wieder ganz gesund bin - in meinem Alltag weiterhin umzusetzen? Mir wäre es vor dem Unfall schwer gefallen, mir dies vorzustellen.

Der Beweis dafür ist, dass ich diese Art des Zeitmanagements schon vor einigen Monaten im Buch von Timothy Ferres “Die 4-Stunden-Woche” kennen gelernt habe. (Kennen Sie das Buch? Sehr empfehlenswert). Aber damals ist seine Botschaft leider nicht bei mir angekommen. Ich war sehr zufrieden damit, wie ich meine Zeit und meine Pendenzen organisierte. Ich gestehe: Ich merkte gar nicht, wie ich in eine neue Ära von Bedürfnis hineinrutschte.

Erst jetzt, nachdem ich nun die 3. Woche nach meinem Unfall „20%-Arbeiten“ üben darf, bekommt dies alles eine ganz neue Sichtweise. Und ich garantiere Ihnen: Es ist eine Sichtweise und ein Lernfeld, die ich einbehalten werde. Denn sie bedeuten eine komplett neue Art, meinen Tag einzuteilen und Prioritäten zu setzen.

Dadurch, dass ich während dieser drei Wochen „20%“ tatsächlich nicht in der Lage war, noch mehr zu arbeiten (manche Tage klappte gar nichts), war ich buchstäblich gezwungen, mich jeweils für das Allerwichtigste und gleichzeitig Dringendste zu entscheiden. An einem Tag war es eine Sitzung mit einer Kundin. An einem anderen Tag das Begleiten einer Coach-Absolventin. An einem weiteren Tag das Erledigen von Emails. Alles an einem Tag geht einfach nicht. Ich kriege sofort Schädelschmerzen und starke Schwindelgefühle. Mein Körper zwingt mich richtig dazu, mich für dieses mögliche Zeitfenster für das wirklich Wichtigste zu entscheiden.

Als ich nun Tim Ferris Buch nochmal las, kippte ich fast vom Stuhl, als er folgende Übung empfiehlt (sinngemäss): „Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Herzinfarkt oder einen anderen Befund, der sie dazu zwingt, nicht mehr als 2 Stunden am Tag zu arbeiten. Was würden Sie in diesen 2 Stunden tun? Wofür würden Sie sich entscheiden?“

Plötzlich begriff ich, was er uns Lesern mit dieser Philosophie für ein Geschenk gibt. Leider begriff ich es erst jetzt, mit dem Unfall.

Liebe Businessfrau: Von Herzen wünsche ich Ihnen, dass auch Sie die wunder-volle Botschaft dieser Übung verstehen und zwar ohne, dass Sie selber einen Unfall oder einen Herzinfarkt kreieren!

3 Gründe, warum effizientes Prioritäten-Setzen wahrhaftig Wunder wirkt:
  • Ich entscheide mich NUR für das Allerwichtigste
  • Der Rest geht wundersamerweise nicht „bachab“! Im Gegenteil. Ich realisiere, dass sich gewisse Dinge sogar von selbst erledigen.
  • Und in der restlichen Zeit lerne ich, mich mit meiner Musse zu beschäftigen…

Ganz ehrlich: Wann widmen Sie sich Ihrer Musse? Wie oft und wie lange im Tag gönnen Sie sich nur Zeit für sich selbst? Gedanken schweifen lassen, die Sonne und die Natur geniessen, meditieren, etwas Kreatives mit Freude und ohne Druck erledigen?

Gemäss Tim Ferris ist es möglich, mit seinem effizienten und neuzeitlichen Timemanagement sogar noch viel mehr zu verdienen, als mit einem 150%-Engagement. Es steckt natürlich noch einiges Mehr an Veränderung dahinter. Aber: Probieren wir es aus! :-) 

Weil wir es uns Wert sind. Und weil wir es können.

(Ich bin gespannt auf Ihre Feedbacks. Teilen Sie sie hier über die Kommentarfunktion. Sie können sicher sein, dass auch andere Ladies dankbar für diesen vielleicht mutigen Schritt sind.)


Herzlich, Chantal Perrinjaquet

Montag, 11. Mai 2015

Das erschütterte Hirn oder zu was einem die Meditationspraxis sonst noch helfen kann

(Dieser Blogtext steht Ihnen auch als Podcast inklusive anschliessendem philosophischem Teil zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf das Bild.)


Stellen Sie sich vor: Ich fahre zufrieden auf meinem Bike, meinen Hund mit der rechten Hand an der Leine locker neben mir trabend. Zufrieden deshalb, weil wir 3/4 der Strecke, die wir zum ersten Mal machen, ohne Probleme hinter uns haben. Und mein Barry sein Körpergefühl geniesst und sich gut führen lässt. Zufrieden, weil alles in meinem Leben ganz gut läuft! Es ist ein wunderbarer Tag:

Morgens bin ich ohne Wecker genüsslich aufgestanden, habe die Sonne und die Hunde begrüsst, in Ruhe meine grünen Smoothies zubereitet und gefrühstück. Ein herrlicher Tag um den Einführungsvideo für die Tierkommunikation im Alltag aufzunehmen! Ich bin zufrieden. Es ist einfach schön, mein Leben. Es ist der frühe Donnerstag Nachmittag vor zwei Wochen.

Am Abend finde ich mich in einem Spitalbett wieder. Gerade werde ich von einer übereifrigen Schwester (sie war wirklich sehr nett) von der Notfallstation in den 2. Stock gestossen.

Eben war ich doch noch.... im Wald. Glücklich und zufrieden.

Ich meinte, ich hätte alles unter Kontrolle. Und:

KABUMM!

Innert einer Sekunde habe ich die vermeintliche Kontrolle über mein Leben verloren.
Die danach folgenden Details will ich Ihnen ersparen... Vielleicht schreibe ich ein anderes Mal darüber.

Es folgten 2 Hirnüberwachungs-Tage im Spital, danach konnte ich endlich heim. Schnell fand ich heraus, was mein Hirn nicht verträgt. Nämlich alles. Ausser: Schlafen. Viel Schlafen. Und Wasser in Form von Trinken, Duschen oder Baden. Und - wer ahnt's? MEDITIEREN.

In den ersten beiden Tagen habe ich zu meditieren versucht. Es ging nicht. Das heisst - es klappte insofern, dass ich mich beruhigen konnte. Denn ich hätte sonst meine Nerven verloren (hab ich auch fast), als ich bemerkte, dass ich meine Adresse nicht mehr nennen kann und mein Hirn bei Fragen sofort blockiert wird. Und bei der Computertomographie kriegte ich Platzangst.

Aber meine Mantra-Meditation half. Ich wurde ruhig. Spürte mein Team, fühlte mich beschützt. In meiner Mitte kam ich noch nicht an. Aber mein Puls wurde ruhiger.

Ab Sonntag hat sich das geändert. Erst einmal in meiner 15jährigen Meditationspraxis habe ich ein ähnlich, kaum beschreibbares, "heiliges" Erlebnis gehabt:

Der Blick nach innen macht mich innert Sekunden ruhig. Mein Puls fährt sofort runter. Stille, Geborgenheit und kühle Wärme umgibt mich. In meinem Hirn fühlt es sich an, als ob sich die Wellen besänftigen, langsam gebändigt werden. Aaaaaaaahhhh...... ich will mehr... Und Licht kommt dazu. Ein überirdisches Licht, unglaublich heilend, besänftigend, liebend... Auch die letzten Hirnzellen geben auf und geben sich dieser wunderbaren Energie hin.

Seit 8 Tagen bin ich nun wieder zu Hause. Schon alleine dies beruhigt mich und wirkt tröstend. Aber die obigen drei wohltuenden Faktoren sind die, die mich morgens mit einem Lächeln erwachen lassen: Meine Erquickung! Meine Heilquellen.

Jeden Tag bin ich x Mal derart tief dankbar, dass ich das Meditieren "schon kann". Dass ich in dieser mega aussergewöhnlichen Situation mir "zu helfen" wusste. "Einfach" so einige Techniken "zur Hand" habe. Und mir selber damit soviel Gutes tun kann. Ich spüre jedes Mal, dass beim Meditieren mehr passiert, als beim Baden und Schlafen. Hat es damit zu tun, dass ich meine BEWUSSTE Aufmerksamkeit in meine Mitte, zu meiner QUELLE - zu unser aller Quelle! - wende? Und: Habe ich es hier erneut mit der Kraft des BEWUSSTEN Tuns zu tun?

Meine jahrelange Meditationserfahrung mag bestimmt auch dazu führen, dass ich die Heilung als intensiver empfinde. Und zur Tatsache, dass ich nun erst recht noch häufiger meditiere. Weil ich es mir Wert bin.

Und alle meine Alltagssorgen (Kein Arbeiten = kein Einkommen; Fremdversorgung meiner Hunde; Überhaupt das Hilfe-Annehmen; die Kunden auf andere Termine vertrösten; Geduld üben....) kann ich übergeben. Mein Hirn fände es unlogisch; aber irgendwie weiss ich, alles kommt besser. Vielleicht mischt sich mein Hirn diesmal nicht ein, weil es grad mit was anderem beschäftigt ist... der Wiederinstandsetzung.


Liebe Leser: Schon immer konnte ich von Herzen das regelmässige Meditieren empfehlen. Für mehr Gelassenheit im Alltag. Mehr "Nerven". Aber glauben Sie mir. JETZT bekommt diese Empfehlung eine ganz andere Dimension. Ich kann nur sagen: Beginnen Sie JETZT damit! Es ist nie zu spät. Aber bestimmt einfacher, wenn sie es schon können, für Fälle wie solche...

Was haben Sie für Erfahrungen mit Hirnverletzungen? Mit Meditieren? Mit beidem?

Bitte kommentieren Sie im Anschluss - das interessiert mich sehr.

Herzlich, Chantal Perrinjaquet